Bronze und Platz 7 beim Internationalen Adler-Cup in Frankfurt

v.l. Felix Hofreiter, Lukas Hofreiter. Foto: A. Hofreiter

Aus den Vereinen TSV Unterhaching 1910 e.V.

Volles Wochenende für die Judoka des TSV Unterhaching. Nachdem die Kämpfe beim Jugendpokal der MU14 am 17.11.2018 in Senftenberg abgeschlossen waren, machten sich Lukas und Felix Hofreiter mit Trainer und Vater Andreas Hofreiter auf den Weg nach Frankfurt am Main, wo die beiden am 18.11.2018 beim 4. Internationalen Adler-Cup antraten um sich mit Startern aus vielen europäischen Ländern zu messen, u.a. Niederlande, Frankreich, Luxemburg, Tschechien, Slowakei, Bosnien und Griechenland.

Für Lukas Hofreiter ging es in der U11 als erster los, in seinem 4er-Pool (-22,5kg) traf er zunächst auf Colin Stanglmeier (TSV Abensberg). Es war nicht ihr erstes Aufeinandertreffen und wie üblich war es ein ausgeglichener Kampf, bei dem zunächst der Niederbayer mit Waza-ari in Führung gehen konnte. Hofreiter glich Sekunden vor Schluss mit einer Kontertechnik aus. Im Golden Score (Verlängerung) war es dann jedoch wieder Stangelmeier, der zuerst die Wertung erzielen konnte. Damit der Sieg für den Niederbayern. Im zweiten Kampf wurde das Turnier dann für Hofreiter seinem internationalen Charakter gerecht, ihm stand Thymen Volz von Rebelsport (Niederlande) gegenüber. Hier konnte er sich klar durchsetzen. Nachdem der Niederländer einen ersten Haltegriff zunächst mit Hilfe einer Beinklammer abwehren konnte, arbeitete Hofreiter konsequent weiter, befreite sein Bein und hielt den nunmehr gültigen Yoko-Shiho-Gatame über die vollen 20 Sekunden. Im letzten Kampf gegen Aaron Keller vom Ausrichter TSG Nordwest musste er sich dann geschlagen geben, die Umstellung auf die internationalen Regeln des Turniers hat beim ersten Mal nicht auf Anhieb geklappt. Ein sehr schöner Tani-otoshi wurde Hofreiter zum Verhängnis, in Bayern wird diese Technik bis zur U12 nicht bewertet, international eben schon.

Felix Hofreiter hatte in der Klasse -50kg der MU14 ein etwas größeres Teilnehmerfeld, insgesamt 19 Starter gingen hier in den Kampf um Gold. In der ersten Runde stand ihm dort Noel Lochbühler (Eintracht Hildesheim, Niedersachsen) gegenüber. Dieser ging etwa Mitte des Kampfes mit Waza-ari für eine Wurftechnik in Führung und konnte diese lange halten. Drei Sekunden vor Schluss konterte Hofreiter, holte sich selbst ein Waza-ari und setzte anschließend einen Haltegriff an. Die Wurfwertung zählte, der Haltegriff war jedoch erst nach Ende der regulären Kampfzeit, damit Verlängerung. Und hier war es Hofreiter, der sich nun den Sieg nicht mehr nehmen lies. Sein Gegner körperlich erschöpft und durch den späten Ausgleich demoralisiert fiel bereits nach 9 Sekunden in der Verlängerung, das zweite Waza-ari für den Hachinger. In Runde zwei traf er dann auf Lukas Schreder (San Kasho, Hessen). Gegen den späteren Turniersieger zeigte er eine starke Leistung, musste aber dennoch in die Trostrunde. Gegen Yanai Getslev (JC Jena) hatte Hofreiter zunächst Glück, die Mattenrichterin bewertete einen Uchi-mata (Schenkelwurf) seines Gegners zunächst mit Ippon, was das Turnierende bedeutet hätte. Die beiden Außenrichter überstimmten die Mattenleiterin jedoch, damit nur Waza-ari für den Thüringer. Kurz darauf nutze Hofreiter eine starke Vorwärtsbewegung seines Gegners zu einem Tomeo-nage-Ansatz (Selbstfalltechnik) aus. Der Thüriger erkannte die Absicht zu spät, trotz seines Blocks wurde er über Hofreiter hinweggehoben und landete voll auf dem Rücken – Ippon. Nun bekam auch Felix Hofreiter seinen internationalen Gegner. Allerdings musste er sich gegen Jakub Krivosik (Slavia STU Bratislava) nach ca. einer Minute mit Haltegriff geschlagen geben. Am Ende damit Platz 7 bei einem hochklassig besetzten und hervorragend organisierten Turnier.